Lebensmittel selber anbauen

Lebensmittel selber anbauen

„Der entscheidende Moment war, als ich vor dem Gemüseregal stand und mir völlig unschlüssig war: Nehme ich die in Plastik verpackten regionalen Möhren, auf denen Bio steht, oder greife ich doch nach den unverpackten aus Belgien. Ich stellte fest, dass der Anspruch, klimaverträglich einzukaufen, gelegentlich Zeit und Nerven kostet. Da fiel mir eine Lösung ein. Immerhin habe ich einen eigenen Garten, also warum nicht selber anpflanzen? Man konnte ja erst einmal klein anfangen, ein paar Zwiebeln, ein paar Möhren. Frischer, unverpackter und regionaler geht es jedenfalls nicht.“

So begann für mich der Eigenanbau von Lebensmitteln im Garten. Wer wissen will, wie es weiterging, kann dies im BlockbeitragMein essbarer Gartengerne nachlesen.
Inzwischen bin ich seit einigen Jahren dabei und weiß meine kleine, aber wertvolle jährliche Ernte zu schätzen, die eben ganz anders schmeckt als das Gemüse im Supermarkt.

Eigenanbau ist sicherlich nicht nur ein reines Vergnügen, wenn es zum Beispiel an Regen mangelt und die Bewässerung der Pflänzchen ein abendlicher Kraftakt wird oder wenn einige kleine Lebewesen das Gemüse genauso lecker finden, wie man selbst – nur einfach schneller sind. Dennoch mag ich mir einen Sommer ohne eigene Tomaten, einen Herbst ohne eigene Kürbisse und einen Winter ohne eigenen Grünkohl kaum noch vorstellen.

Zudem ist jede Form von Eigenanbau ein Beitrag zum Klimaschutz, weil beispielsweise Transportwege gespart werden. Zusätzlich kann der Gartenanbau ein Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn im Gartenanbau die Sortenvielfalt gefördert wird. Dadurch können auch Gemüsesorten erhalten bleiben, die im kommerziellen Anbau längst verschwunden sind.

Für alle, die Lust auf Eigenanbau haben – ganz gleich, ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank – gibt es in Braunschweig einen spannenden Termin: Am Sonntag, 22. Februar findet von 11 bis 15 Uhr im Nachhaltigkeitszentrum, Bohlweg 55, eine Saatgutbörse statt.

Hier wird durch den Verein  zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) regional und biologisch erzeugtes Saatgut für den Hausgarten angeboten. Außerdem gibt es Tauschangebote und Infostände zum naturnahen Gärtnern. Die Arbeitsgemeinschaft Streuobst Ast e.V. bietet Informationen zu ihren Aktivitäten und Apfelsaft zur Verkostung und zum Kauf an. Für Kinder gibt es Mitmachaktionen und für alle ein kulinarisches Angebot. Veranstaltet wird die Saatgutbörse durch den Ernährungsrat Braunschweig.

Das vollständige Programm und weitere Informationen gibt es unter www.braunschweig.de/nachhaltigkeitszentrum oder per E-Mail an nachhaltigkeitszentrum@braunschweig.de.

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Frieda