„Wer wir waren“ – Schon wieder ein Filmtipp!

„Wer wir waren“ – Schon wieder ein Filmtipp!

„Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? In WER WIR WAREN blicken wir auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geiste von Roger Willemsens Vermächtnis, ob sie an uns verzweifeln werden. Sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektieren die Gegenwart und blicken in die Zukunft.“

Am Montag, 9.8., 18:45 Uhr im Universum-Kino Braunschweig.

Anschließend laden Parents for Future Braunschweig zum Gespräch ein. Der Ort, außerhalb des Kinos, wird noch bekannt gegeben.

Schriftsteller, Denker und Moderator Roger Willemsen (1955 – 2016) arbeitete bis kurz vor seinem Tod an einem neuen Buch. Es sollte „Wer wir waren“ heißen und unsere Gegenwart betrachten – aus der Zukunft. Als Roger Willemsen im Sommer 2015 krank wurde, musste er die Arbeit an seinem Text einstellen. Zentrale Gedanken davon aber stecken in einer mitreißenden »Zukunftsrede«, die zu seinem letzten öffentlichen Auftritt wurde. Sie ist der leidenschaftliche Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.

In seinem Film trifft Produzent, Regisseur und Autor Marc Bauder auf sechs bedeutenden Denker*innen und Wissenschaftler*innen unserer Zeit:

Alexander Gerst (Astronaut)
Dennis Snower (Ökonom)
Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Mönch)
Sylvia Earle (Ozeanologin)
Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und
Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin)

Mal ganz abgesehen von den Inhalten – „Wer wir waren“ ist zuallererst ein großartiger Kinofilm. Überwältigende Bilder von Orten, an denen die allermeisten von uns nie sein werden: An Bord der ISS, hunderte Meter tief im Meer, in einem buddhistischen Kloster auf dem Dach der Welt oder in der kontaminierten Zone von Fukushima. Allein schon dafür lohnt sich dieser Film.

Und die Inhalte? – Wir erleben, auf was wir verzichten, wenn wir einfach so weiter machen.

Aber der Film ist so viel mehr als das. Wie wunderschön und wie zerbrechlich unsere Erde ist, wissen wir schon. Auch wie rücksichtslos Menschen mit der Natur umgehen. Trotzdem ist es nochmal eine ganz neue Perspektive, wenn wir gemeinsam mit Alexander Gerst einen Blick von oben auf die Erde werfen. Einen Blick auf die Erde ohne eingezeichnete Ländergrenzen, auf der man aus dem All dennoch Kriege beobachten und den Regenwald brennen sehen kann.

Nicht weniger beeindruckend sind die Gespräche mit den anderen Protagnisten, deren Themen wir alle längst kennen, aber in dieser Intensität vielleicht doch noch nicht erlebt haben.

Zum Beispiel im Gespräch mit dem Ökonomen, Soziologen und Philosophen Felwine Sarr, der sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie koloniales Gedankengut Europas Haltung und Handeln gegenüber Afrika prägt. Er spricht über das Problem, dass Afrikas Einfluss auf den Klimawandel minimal ist, der Kontinent die Auswirkungen aber am stärksten spürt. Und über die Unmöglichkeit zu einem gemeinsamen, globalen Handeln zu kommen: „Wie schaffen wir ein Wir mit Menschen, die das nicht wollen?“

Nicht weniger wichtig ist es, von Menschen zu sprechen, die eigene Fehler auf ihrem Weg eingestehen. Der Wirtschaftswissenschaftler Dennis Snower ist hierfür ein Bespiel.
Er gibt im Film unumwunden zu, dass er sich zu lange auf eine ökonomische Theorie konzentriert und dabei nicht realisiert hat, dass Ökonomisches, Psychologisches und Soziales nicht frei voneinander funktionieren können.
Dennis Snower hat den Mut, sich dies einzugestehen und ist dadurch in seinem Wirken nicht etwa am Rand gelandet, sondern immer noch mittendrin im Kreis der angesehenen Spezialisten. Er berät die deutsche Kanzlerin genauso wie die G20, man umgibt sich außerordentlich gern mit ihm und sucht seinen Rat. Regisseur Marc Bauder: „Das ist für mich ein sehr ermutigendes Bild. Denn sich anderen gegenüber zu öffnen und Perspektiven zu ändern, endet nicht automatisch mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft, sondern eröffnet ganz neue Wege.“

Und wie passen die Ozeanologin Sylvia Earle, der Buddhist und Molekularbiologe Matthieu Ricard sowie die Philosophin und kritische Posthumanistin Janina Loh in diesen Film?

Es ist genau diese Kombination unterschiedlicher, aber sich auf ganz neue Weise ergänzender Geschichten, die ein glänzendes Portrait dessen geben, wer wir waren.

Schaut es Euch an!

 

Bei Interesse an dem anschließenden Gespräch mit den Parents for Future Braunschweig, meldet Euch bitte unter: braunschweig@parentsforfuture.de. Das Gespräch wird außerhalb des Kinos stattfinden.
Da der Ort noch nicht feststeht, meldet Euch bitte vorab.

Weitere Informtionen zum Film findet ihr hier: https://www.werwirwaren.de/

Und hier der Trailer:

 

 

 

 

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Paula