Am 17.April 2026 wurde der Endbericht zur Kommunalen Wärmeplanung vorgelgt. Heute soll im Umwelt- und Grünflächenausschuss darüber beraten werden, damit die Kommunale Wärmeplanung am 12. Mai im Rat beschlossen werden kann.
Die verangene Woche war zu kurz um ein vollständiges Bild von dem 653 Seiten langen Bericht zu bekommen. Aber immerhin haben wir es geschafft ein paar Fragen und Anmerkungen dazu zu formulieren:
- Warum wird die Möglichkeit, weitere Energieanbieter ins Stadtgebiet zu lassen, nicht erwähnt?
- Was sind die Auswahlkriterien für die Aufnahme eines Gebietes in das Programm „Energetische Quartierssanierung (EQS)„? Welches Gremium beschließt das? Wie läuft die Bürger:innenbeteiligung ab?
- Durch welche Maßnahme soll die Sanierungsquote allgemein gesteigert werden?
- Welche Ausstiegsplanung für das Gasnetz gibt es?
- Warum wird die Nutzung von Abwärme aus dem Stahlwerk Salzgitter nicht in Betracht gezogen?
- Ist es Ziel der Info-Kampagne zur „Grüngasversorgung“ die Eigentümer:innen zur Nutzung von „Grüngas“ zu ermutigen, oder sie davon abzubringen?
- Wie wird sichergestellt, dass es zukünftig ausreichend Personalkapazitäten in der Energieberatung gibt?
Allgemein ist aus unserer Sicht anzumerken, dass es sich bei dem vorliegenden „Endbericht“ um keinen konkreten Fahrplan handelt und dass konkrete Meilensteine fehlen.
- Es gibt keine Einordnung der Quantifizierung / Qualifizierung (welche Maßnahmen bringen wieviel).
- Die Energetische Sanierung ist Teil des Zielszenarios, es fehlen aber Umsetzungsstrategien und Förderungen (fehlende Energieberater).
- Eine Kommunikationsstrategie ist nicht erkennbar.
- Eine konkrete Finanzierungs- und Kapazitätsplanung ist nicht enthalten.
- Ein Plan zur Gasnetzstilllegung fehlt.
Den Endbericht findet ihr übrigens als Anlage zum Tagesordnungspunkt 6 der Sitzung vom 24.4.:
https://ratsinfo.braunschweig.de/integration/si010
Habt ihr auch Fragen, Anmerkungen oder Kritik? Dann schreibt uns gerne unter: p4f.bs(at)gmx.de