Musik trifft auf Gletscherschmelze

Musik trifft auf Gletscherschmelze

Heute möchten wir ein besonderes Musik-Video in den Fokus stellen. Es lohnt sich nicht nur, es sich anzuhören, sondern auch es zu teilen und weiter zu verbreiten. Musik als eine Form von Klimaaktivismus erreicht Menschen oft auf einer ganz anderen Ebene als es über nüchterne und teilweise sehr bedrückende Informationen, Daten, Zahlen oder Fakten möglich ist. Dieses Musik-Video wurde mit der Unterstützung von Greenpeace Schweiz in einer Eishöhle aufgenommen und macht auf die schmelzenden Gletscher aufmerksam.

Etwa vor drei Wochen, am 21. März 2026 war der erste weltweite von den Vereinten Nationen ausgerufene „Tag des Gletschers“, um auf die dramatische Gletscherschmelze aufmerksam zu machen.
Bereits 2025 startete die Dekade des Gletscherschutzes. Ende Mai 2025 fand in Dushanbe, Tadschikistan, eine internationale Konferenz der UNO zur Erhaltung der Gletscher statt. 2025 wurde zum Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher ernannt, was später zur Ausrufung des UNO-Jahrzehnts für Kryosphärenwissenschaften 2025–2034 führte.

Vom Gletscherschwund ist die Schweiz in besonderem Maße betroffen, denn die Alpengletscher sind für das kleine Land ein Langzeitreservoir für die Wasserversorgung und wichtig für die Stromproduktion: Wasserkraftwerke erzeugen hier knapp 60 Prozent des Stroms. Auch die Binnenschifffahrt ist betroffen. Selbst auf dem Rhein ist das Ausbleiben des Gletscherwassers bereits spürbar.
Noch weitreichender sind die Konsequenzen für das gesamte Weltklima, denn die Gletscher schmelzen nicht nur in den Alpen, sondern auch in den Anden und im Himalaja – mit zahlreichen Dominoeffekten für Klima, Ökosysteme und Biodiversität.
Um Gefahren und Lösungsmöglichkeiten einschätzen zu können, leisten die Forschenden in der Schweiz einen wichtigen und weltweit anerkannten Beitrag. Sie befürchten, dass die Gletscherschmelze in der Schweiz kaum aufzuhalten sein wird, betonen jedoch, dass es für die weltweite Situation keineswegs zu spät ist. Es lohnt sich, jetzt zu handeln und die Erderhitzung zu stoppen. Dies geht aber nur mit einem entschlossenen und international wirkenden Klimaschutz.

Prof. Daniel Farinotti, Glaziologe an der ETH Zürich, macht deutlich: „Auf globaler Ebene können die entscheidenden Weichen, also die Treibhausgasemissionen und die Faktoren, welche diese bestimmen, noch gestellt werden. Ich hoffe sehr, dass die zahlreichen Weckrufe sowohl aus der Forschung als auch aus der Natur endlich Gehör finden. Künftige Generationen würden es uns danken.“
Auf eine ganz besondere Art sensibilisiert die Schweizer Sängerin To Athena mit ihrem Video für die Verletzlichkeit der Gletscher. Sie nahm ihr Lied „Collide“ in der Eishöhle des Morteratschgletschers auf. „Das Video ist eine Form des Widerstands.“, so Iris Menn, Geschäftsleiterin von Greenpeace Schweiz. 
(Video auf: https://www.greenpeace.ch/de/story/130986/musik-trifft-auf-schmelzendes-eis/)

Weitere Informationen zu Gletscherforschung in der Schweiz: https://www.eda.admin.ch/de/die-schweiz-kann-ihre-strahlkraft-nutzen-auch-fuer-den-gletscherschutz

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Frieda