Zehn gute Gründe, zur Demo zu gehen

Zehn gute Gründe, zur Demo zu gehen

Am 13. November ist – wie wir bereits angekündigt haben – die nächste bundesweite Demo – auch hier in Braunschweig. Wir treffen uns um 14 Uhr auf dem Schlossplatz. Es wäre toll, wenn es wieder mal richtig groß wird.
Klar, es gibt immer persönliche Umstände, durch die Menschen verhindert sind, aber manchmal ist es auch nur eine Frage der Organisation, der Priorität – oder eine Überwindung der Bequemlichkeit.

Falls ihr also noch einen kleinen Motivationsschub braucht oder andere überzeugen möchtet, findet ihr hier zehn gute Gründe dafür, am 13.11. mit auf die Straße zu gehen – auch und gerade, wenn es vielleicht das erste Mal ist.

  1. Seit 2019 sorgen die globalen Demos dafür, dass die drohende Klimakatastrophe als weltweite Krise wahrgenommen wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Aufmerksamkeit nachlässt – denn die Probleme haben nichts von ihrer Dramatik verloren!
  2. Trotz der globalen Aufmerksamkeit, trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die inzwischen hinreichend bekannt sind, trotz der Lösungsansätze, die zahlreich auf den unterschiedlichsten Tischen liegen – steigt der CO2-Ausstoß weiterhin an. Das Wissen ist da – jetzt muss das Handeln folgen! Darum müssen wir kämpfen!
  3. Es gibt inzwischen zahlreiche Gerichtsurteile, die Staaten zu einem wirkungsvollen Klimaschutz verpflichten. Doch unsere aktuelle Regierung steckt Milliarden in eine klimaschädigende Aufrüstung und stärkt die fossile Industrie. Ohne Druck von der Straße wird sich daran nichts ändern!
  4. Auch für die Braunschweiger Klimapolitik ist es gerade jetzt wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen. Eine zentrale Forderung für den Streik ist, dass die Stadt Braunschweig 100% der Mittel, die sie aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität erhält, in Klimaschutzmaßnahmen investiert. Die bereitgestellten Gelder müssen gezielt für eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft eingesetzt werden, statt die Chance auf einen wirksamen Klimaschutz ungenutzt zu lassen.
  5. Es ist Wahlkampfzeit in Niedersachsen. Zurückliegende Wahlen haben gezeigt, dass einige demokratische Parteien gut daran tun, ihre Wählerschaft zu überzeugen, um nicht noch mehr Stimmen zu verlieren. Parteien wollen ihre Wahlen gewinnen, und wir wollen die Chance auf eine lebenswerte Zukunft– und die hängt maßgeblich von den klimapolitischen Entscheidungen ab, die heute und in den kommenden Monaten getroffen werden. Zeigen wir deutlich, dass nur noch Parteien wählbar sind, die sich dieser Verantwortung stellen.

Falls euch diese ersten fünf Gründe nicht davon überzeugen, dass das Demonstrieren als demokratisches Mittel sinnvoll ist, dann kommt ihr vielleicht einfach mit, um euch solidarisch zu zeigen, dann geht ihr vielleicht im Namen der vielen anderen mit, die selber keine hörbare Stimme haben.

  • Bereits jetzt bedeutet die Klimakrise für viele Menschen Hunger, Flucht, Mangel, Krankheit oder Tod. Allein in Deutschland starben 2026 Tausende Menschen durch die Hitze. Der globale Süden ist noch stärker betroffen als die Industrienationen. Die Menschen, die bereits unter den Folgen des Klimawandels leiden und gefährdet sind, brauchen unsere Unterstützung und unsere Solidarität.
  • Allein in Europa verbrannten bis Ende August 2026 etwa 677.000 Hektar Land, breiteten sich Dürrekatastrophen aus, erlebten wir Extremwetterlagen und Trinkwassermangel. Das Klimachaos steht vor unserer Haustür und bedroht die Existenzen vieler Menschen. Gehen wir auch für sie auf die Straße!
  • Eine ungebremste Erderhitzung bedroht unsere Kinder und Enkelkinder und Generationen, die noch gar nicht geboren sind. Sie selber können sich nicht zu Wort melden. Wer soll ihre Interessen vertreten, wenn nicht wir? Lasst uns laut werden für die Kinder und die ungeborenen Generationen.
  • Seit sieben Jahren kämpfen junge Menschen in der Fridays-for-Future-Bewegung und zahlreichen Bündnissen, Gruppen und Initiativen gegen die Ignoranz der erwachsenen Generationen. Sie verbünden sich und arbeiten mit Einsatz und Ausdauer, geben Interviews, formulieren Forderungen, diskutieren mit Verwaltung und Politik und organisieren Veranstaltungen, Klima-Camps, Online-Meetings und große Demos. Die jungen Menschen haben unsere Unterstützung und unsere Solidarität verdient!
  • Gehen wir auch füreinander auf die Straße, denn gemeinsam aktiv zu werden und eine bessere Zukunft zu fordern, ist das beste Mittel gegen die Mutlosigkeit, die Resignation und vor allem auch die Angst, die uns schnell überkommen kann bei all den bedrohlichen Nachrichten weltweit. Je mehr Menschen Seite an Seite durch die Straßen ziehen, desto lauter sind wir!

Also lasst uns am 13.11. gemeinsam auf die Straße gehen. Es gibt Gründe genug.

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Frieda