{"id":786,"date":"2020-05-14T21:26:26","date_gmt":"2020-05-14T21:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?p=786"},"modified":"2020-05-14T21:26:26","modified_gmt":"2020-05-14T21:26:26","slug":"ernaehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?p=786","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem heutigen Beitrag zum Thema <strong>\u201eErn\u00e4hrung\u201c<\/strong> er\u00f6ffnen wir gleichzeitig unsere neue Rubrik <a href=\"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?page_id=759\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eRezepte\u201c<\/a> mit Beispielen f\u00fcr vor allem schnelle und extrem leckere vegetarische und vegane Gerichte. Lasst Euch \u00fcberraschen!<\/p>\n<p>Wie schon in unserem Beitrag <a href=\"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?p=514\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eKlimaneutral leben\u201c<\/a> erw\u00e4hnt, m\u00fcssen wir unsere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von j\u00e4hrlich ca. 12 Tonnen auf unter 1 Tonne verringern. Einen Gro\u00dfteil davon k\u00f6nnten wir durch die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien erreichen. Aber wir k\u00f6nnen und m\u00fcssen auch sehr viel durch eigene Anstrengung erreichen. Viel Potential steckt hier in dem Bereich Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Da steht an erster Stelle der <strong>Fleischkonsum.<\/strong> Problematisch sind vor allem die Treibhausgase, die Nutztiere durch ihre Verdauung in nicht unerheblichen Mengen aussto\u00dfen. Weiterhin werden immer mehr Urw\u00e4lder in S\u00fcdamerika abgeholzt, um Fl\u00e4chen f\u00fcr den Anbau von Soja als Futtermittel zu gewinnen. Die Ern\u00e4hrung durch Fleisch ist zudem extrem ineffizient. So werden f\u00fcr die Produktion einer Kalorie aus Fleisch bis zu 10 Kalorien Futtermittel ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Es gibt sicher ausreichend <strong>ethische Gr\u00fcnde,<\/strong> sich rein vegetarisch oder vegan zu ern\u00e4hren. Um den pers\u00f6nlichen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren, ist aber schon viel gewonnen, den Konsum von Fisch, Fleisch und Wurstprodukten einzuschr\u00e4nken. Hierbei hilft vielleicht die \u00dcberlegung, wo es pers\u00f6nlich leicht f\u00e4llt sich umzustellen. Man kann zum Beispiel beschlie\u00dfen Fleisch nur noch am Wochenende zu essen. Oder auf Wurst komplett verzichten. Dass \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Fleischkonsum gravierende gesundheitliche Nachteile hat, ist inzwischen hinreichend bekannt. Diese Umstellung darf also nicht nur das <strong>pers\u00f6nliche Wohlbefinden<\/strong> unterst\u00fctzen, das soll sie auch! Neugierig sein und ausprobieren ist die Devise.<\/p>\n<p>Weniger bekannt ist, dass auch der Konsum von tierischer <strong>Milch und Milchprodukten<\/strong> stark das Klima belastet. Der gesundheitliche Wert von Milch ist inzwischen sehr umstritten. Eiwei\u00df nehmen wir sowieso viel zu viel zu uns, und auch Calzium ist in vielen Gem\u00fcsesorten (Brokkoli, Gr\u00fcnkohl und andere Kohlarten) ausreichend enthalten. Tierische Milch kann durch Hafer-, Soja- oder Mandelmilch ersetzt werden, Butter durch Margarine und auch f\u00fcr K\u00e4se gibt es sehr unterschiedliche <strong>vegane Alternativen<\/strong>.<br \/>\nEine L\u00f6sung hier kann sein, komplett auf vegane Alternativen umzusteigen, den Konsum von tierischen Milchprodukten zu reduzieren, Bio-Produkte zu w\u00e4hlen oder aus einer Kombination davon.<\/p>\n<p>Dummerweise sind Entscheidungen nicht immer einfach. Eine Alternative zu Milch \u2013 Hafermilch \u2013 gibt es nur im Tetrapack, eine energetisch aufwendige Verpackung. Kuh-Milch hingegen gibt es oft auch in Flaschen. Dann allerdings oft nicht regional. Oder nicht in Bio-Qualit\u00e4t. Hier gilt es abzuw\u00e4gen und sich nicht zu sehr den Kopf zu zerbrechen. Aus vielen kleinen Schritten wird im Lauf der Zeit eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Dabei kann es durchaus lustig sein, <strong>neue Wege<\/strong> zu ergr\u00fcnden. Ich hatte es mir zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, nach und nach die einzelnen Posten auf unserer Standard-Einkaufsliste zu \u00fcberpr\u00fcfen. Irgendwann stand auch der Punkt \u201eNutella\u201c an. Palm\u00f6lfrei sollte die neue Variante sein. Und nat\u00fcrlich mit fair gehandeltem Kakao. Von meinem n\u00e4chsten Supermarktbesuch nahm ich also drei neue Nussnougatcremes mit nach Hause. Sie alle wurden von der ganzen Familie hinsichtlich des Geschmacks, der Konsistenz und der Inhaltsstoffe eingehend gepr\u00fcft und bewertet. Keine konnte so recht \u00fcberzeugen. Bei einem Stadtbummel, einem Ausflug in den Unverpackt-Laden und einem Besuch im Eine-Welt-Laden kamen neue Varianten dazu. Das fr\u00f6hliche Testen ging weiter. Gemacht hat das Rennen die Creme aus dem Eine-Welt-Laden. Zwar mit Palm\u00f6l, dieses daf\u00fcr aus zertifiziertem Anbau, aber daf\u00fcr auch vegan.<\/p>\n<p><strong>Getr\u00e4nke und andere Lebensmittel<\/strong> erzeugen nat\u00fcrlich auch CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in der Produktion. Diese fallen allerdings weniger ins Gewicht. Am einfachsten ist es noch im Bereich der Getr\u00e4nke: Einfach als Standard-Getr\u00e4nk Leitungswasser trinken!<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, welche Art von Lebensmitteln man zu sich nimmt, gibt es <strong>drei weitere Aspekte<\/strong>, die sich auf die Klimavertr\u00e4glichkeit auswirken:<\/p>\n<p><strong><u>Regional: <\/u><\/strong><\/p>\n<p>Logisch, wenn Lebensmittel dort konsumiert werden, wo sie produziert werden, f\u00e4llt kaum CO<sub>2<\/sub> f\u00fcr den Transport an. Wenn schon Rindfleisch, dann lieber vom Bio-Bauern um die Ecke als aus Argentinien.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist ab und an frisches Gem\u00fcse aus S\u00fcdeuropa (Transport mit dem LKW) oder S\u00fcdamerika (Transport per Schiff) wesentlich weniger belastend als verderbliche Ware aus \u00dcbersee (Transport per Flugzeug). Letztere gilt es daher nach M\u00f6glichkeit zu vermeiden.<\/p>\n<p>Eine sehr einfache Art, Gem\u00fcse aus regionalem Anbau zu beziehen, bieten verschiedene Bio-Bauernh\u00f6fe, die ihre (und auch Bio-Produkte anderer Herkunft) in sogenannten <strong>\u201eGem\u00fcsekisten\u201c<\/strong> vertreiben. Hier kann man entweder fertig zusammengestellte Kiste erwerben oder per Internet die Zusammenstellung nach eigenen Vorlieben individuell gestalten. Die Kiste wird einmal w\u00f6chentlich nach Hause geliefert. Zurzeit sind bei vielen Anbietern die Kapazit\u00e4ten voll ausgelastet.<br \/>\nBestellm\u00f6glichkeiten gibt es zur Zeit zum Beispiel hier: <a href=\"https:\/\/www.athene.bio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.athene.bio\/<\/a><\/p>\n<p>Auf sehr eindringliche Art kann man sich vor Augen zu f\u00fchren, wie sehr wir uns an Produkte aus aller Welt gew\u00f6hnt haben, indem man an der <a href=\"https:\/\/regio-challenge.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Regio-challenge<\/strong><\/a> teilnimmt. Bei dieser challenge ern\u00e4hrt man sich eine Woche lang ausschlie\u00dflich von Lebensmitteln, die vollst\u00e4ndig im Umkreis einer Radtour vom Wohnort angebaut wurden. Ich werde das dieses Jahr auf jeden Fall ausprobieren und berichten!<\/p>\n<p><strong><u>Saisonal:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Obst und Gem\u00fcse au\u00dferhalb der Saison zu genie\u00dfen bedeutet, dass sie entweder unter hohem Energieverbrauch in Gew\u00e4chsh\u00e4usern angebaut werden oder aus anderen L\u00e4ndern importiert werden m\u00fcssen. Einen <strong>Saisonkalender<\/strong> f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse der Verbraucherzentrale findet ihr <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/sites\/default\/files\/migration_files\/media222992A.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier.<\/a><br \/>\nAuch dies bedarf ein wenig Planung und Einschr\u00e4nkung, daf\u00fcr wird man mit Vorfreude auf die ersten Erdbeeren, die Spargelsaison oder auch den ersten Gr\u00fcnkohl belohnt!<\/p>\n<p><strong><u>Bio:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Zumindest f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse gilt: Klimaschonender ist es in jedem Fall, Bio-Produkte zu w\u00e4hlen. Bei konventionellem Anbau tr\u00e4gt insbesondere der Einsatz von <strong>mineralischem Stickstoffd\u00fcnger<\/strong> zu einer wesentlich schlechteren Klimabilanz bei.<br \/>\nLeider sind Bio-Produkte in der Regel teurer, als Produkte aus konventioneller Herstellung, so dass es nicht immer m\u00f6glich ist, den gesamten Lebensmittelbedarf in Bio-Qualit\u00e4t einzukaufen. Aber auch hier gilt, dass schon <strong>einzelne Ver\u00e4nderungen<\/strong> wirksam sind.<br \/>\nAuch gibt es Ver\u00e4nderungen, durch die sich Geld sparen l\u00e4sst, z.B. durch den eigenen Kr\u00e4uteranbau, das Trinken von Leitungswasser oder die Reduzierung des Fleischkonsums. Durch die Beteiligung an verschiedenen Einkaufsgemeinschaften k\u00f6nnen Bio-Produkte zu g\u00fcnstigeren Preisen als im Laden eingekauft werden. Wer hier n\u00e4here Informationen m\u00f6chte, darf sich gerne bei uns melden.<\/p>\n<p>Es gibt also viele Punkte, an denen angesetzt werden kann. Und dann kommt man von einem zum anderen. Vielleicht f\u00e4ngt man damit an, <a href=\"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?page_id=571\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kr\u00e4uter im eigenen Garten oder auf der Fensterbank anzubauen<\/a>. Oder man gestaltet den n\u00e4chsten Grillabend vegetarisch. Man probiert <a href=\"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?page_id=771\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">vegane Pfannkuchen<\/a>, isst Fleisch nur noch am Wochenende, bezieht eine Bio-Gem\u00fcsekiste oder macht sich auf die Suche nach einem Bio-Fleischer in der Umgebung.<\/p>\n<p>Ganz wichtig: Macht das Selberpfl\u00fccken von Erdbeeren zu einem festen Event in Eurem Jahreskalender! Bald ist es wieder soweit. Zum Beispiel hier <a href=\"https:\/\/papes-gemuesegarten.de\/erdbeeren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/papes-gemuesegarten.de\/erdbeeren\/<\/a>, oder hier <a href=\"https:\/\/obsthof-riess.de\/aktuelles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/obsthof-riess.de\/aktuelles\/<\/a>, oder hier <a href=\"https:\/\/hof-wiedemann.de\/erdbeeren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/hof-wiedemann.de\/erdbeeren.html<\/a><\/p>\n<p>Die g\u00fcnstigste Art, Obst und Gem\u00fcse regional, saisonal und bio zu genie\u00dfen, ist \u00fcbrigens der <strong>eigene Garten<\/strong>. Wie dies \u2013 zumindest teilweise \u2013 auch in St\u00e4dten m\u00f6glich ist, m\u00f6chten wir Euch demn\u00e4chst in einem eigenen Artikel vorstellen.<\/p>\n<p>Zuvor aber werden wir uns einem weiteren wichtigen Punkt widmen:<br \/>\nAlle \u00dcberlegungen zu klimafreundlicher Ern\u00e4hrung sind hinf\u00e4llig, wenn man das Essen dann nicht auch isst. Auch die Begrenzung von Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Hierzu stellen wir Euch die Initiative <strong>\u201eFoodsharing\u201c<\/strong> vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem heutigen Beitrag zum Thema \u201eErn\u00e4hrung\u201c er\u00f6ffnen wir gleichzeitig unsere neue Rubrik \u201eRezepte\u201c mit Beispielen f\u00fcr vor allem schnelle und extrem leckere vegetarische und vegane Gerichte. Lasst Euch \u00fcberraschen! Wie schon in unserem Beitrag \u201eKlimaneutral leben\u201c erw\u00e4hnt, m\u00fcssen wir unsere CO2-Emissionen von j\u00e4hrlich ca. 12 Tonnen auf unter 1 Tonne verringern. 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