{"id":2050,"date":"2022-02-24T21:03:05","date_gmt":"2022-02-24T21:03:05","guid":{"rendered":"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?p=2050"},"modified":"2022-02-24T21:03:05","modified_gmt":"2022-02-24T21:03:05","slug":"klimaschutz-braucht-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuerimmerfreitag.de\/?p=2050","title":{"rendered":"Klimaschutz braucht Frieden"},"content":{"rendered":"<p>Krieg in Europa. Wir waren der festen \u00dcberzeugung, dass die Einschr\u00e4nkungen durch die nicht enden wollende Pandemie und die gleichzeitig immer sp\u00fcrbarer werdende Klimakrise genug Belastungen mit sich bringen, genug Schaden und Leid anrichten.<\/p>\n<p>Jetzt aber ein Krieg in Europa, an dem sich \u00fcber kurz oder lang eine nicht absehbare Anzahl von L\u00e4ndern mit nicht kalkulierbarem Waffenarsenal beteiligen wird. Wo soll das hinf\u00fchren?<\/p>\n<p>Wie die meisten Konflikte ist auch die Ukraine-Krise undurchschaubar. Jede Seite misstraut der Propaganda der anderen und beklagt eine manipulierte Bev\u00f6lkerung, die dramatische Entwicklung hat komplexe geschichtlich ineinander verwobenen Ursachen und Hintergr\u00fcnde. Lauthals wird mit Schlagworten argumentiert, die wir alle bef\u00fcrworten: Freiheit, Demokratie, V\u00f6lkerrecht, Autonomie und Selbstbestimmung. Aber hinter dem Vorhang geht es mit ged\u00e4mpften Stimmen um wirtschaftliche Verstrickungen, politische Vorherrschaften, finanzielle Abh\u00e4ngigkeiten, Macht und Profite.<\/p>\n<p>Das wirtschaftliche Interesse an der Nutzung fossiler Energie und der Einsatz von Milit\u00e4r bilden schon lange eine teure, gef\u00e4hrliche und klimasch\u00e4dliche Allianz. Dies gilt leider auch f\u00fcr die europ\u00e4ischen Industrienationen. So kommt eine Studie von Greenpeace zu dem Ergebnis: <em>\u201e<\/em><strong><em>Allein in 2021 investiert Deutschland 161 Millionen Euro in den milit\u00e4rischen Schutz von \u00d6l und Gas. Fast zwei Drittel aller EU-Milit\u00e4rmissionen dienen dem Schutz fossiler Energien.\u201c <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/greenwire.greenpeace.de\/index.php\/group\/themengruppe-frieden\/inhalt\/militaermissionen-foerdern-die-klimakrise\">Milit\u00e4rmissionen f\u00f6rdern die Klimakrise (greenpeace.de)<\/a><\/p>\n<p>Ich traue mir nicht zu, diese Gemengelage zu durchschauen oder gar zu bewerten, aber wenn Krieg als Mittel zur Konfliktl\u00f6sung und zum Durchsetzen eigener Interessen eingesetzt wird, dann kann ich mich als Mensch und als Klimaaktivistin nur dagegenstellen. Krieg ist f\u00fcr absolut gar nichts gut.<\/p>\n<ul>\n<li>Krieg macht die Reichen reicher und die Armen \u00e4rmer.<\/li>\n<li>Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit, insbesondere an Kindern und Jugendlichen, und zerst\u00f6rt das Lebensgl\u00fcck vieler Generationen.<\/li>\n<li>Krieg ist eine menschliche, \u00f6kologische und soziale Katastrophe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Leiden und Sterben der Menschen, zu denen diese Invasion in der Ukraine bereits gef\u00fchrt hat, k\u00f6nnen wir nicht r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, sondern nur durch humanit\u00e4re Hilfe lindern. Der Versuch, die kriegischen Handlungen durch Waffenlieferungen, eigene milit\u00e4rische Schritte und Drohgeb\u00e4rden aufzuhalten, wird das T\u00f6ten und Sterben vervielfachen und im schlimmsten Fall ein nukleares Desaster provozieren, das niemand mehr kontrollieren kann. Das einzige, was die Menschen in der Ukraine jetzt sch\u00fctzt und eine weitere Eskalation verhindert, ist das sofortige Aushandeln eines Waffenstillstandes und die R\u00fcckkehr an den Verhandlungstisch.<\/p>\n<p>Meines Erachtens haben wir als Menschheit angesichts der globalen Krisen wie Hunger, Flucht, fortschreitender Klimawandel und Artenschwund \u00fcberhaupt nicht das Recht, unsere jungen Menschen \u2013 ganz gleich welcher Nationalit\u00e4t, welcher Herkunft, welcher Weltanschauung und welchen Geschlechts \u2013 in ein massenhaftes T\u00f6ten und Sterben zu schicken. Die, die jetzt an die Waffen befehligt werden, sind auf allen Seiten des Konfliktes Menschen, die leben wollen und die eine Zukunft brauchen. Es sind genau die Menschen, die mit ihrer Kraft, ihren Ideen und ihrer Kreativit\u00e4t dringend ben\u00f6tigt werden, um diese Welt als Lebensraum f\u00fcr uns Menschen zu erhalten.<\/p>\n<p>Es ist jetzt nicht die Zeit f\u00fcr territoriale und nationale Streitigkeiten. Wir haben als Menschheit einen gemeinsamen Gegner, der sich uns mit gnadenloser Kraft entgegenstellt: <strong>den menschengemachten Klimawandel<\/strong>. Wir k\u00e4mpfen also im Grunde gegen unsere eigene Dummheit. Dieser Kampf ist sinnvoll, und wir k\u00f6nnen ihn nur mit einer alle Grenzen \u00fcberschreitenden Solidarit\u00e4t gewinnen. Dieser Kampf erfordert eine Solidarit\u00e4t, die nicht nur die gesamte Menschheit, sondern alles Leben auf diesem Planeten umfasst. Wenn es jemals einen sinnvollen Kampf gab, f\u00fcr den es sich zu leben lohnt, dann ist es dieser.<\/p>\n<p>Aktueller k\u00f6nnten die Worte von Albert Einstein gar nicht sein, der nicht nur ein genialer Physiker, sondern zugleich ein engagierter, konsequenter Pazifist war:<\/p>\n<p><em>\u201eWas f\u00fcr eine Welt k\u00f6nnten wir bauen, wenn wir die Kr\u00e4fte, die ein Krieg entfesselt, f\u00fcr den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes w\u00e4re hinreichend, um den Menschen aller L\u00e4nder zu einem menschenw\u00fcrdigen Leben zu verhelfen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir, die friedliebenden mindestens 95% der Menschheit, sollten uns \u00fcber alle Differenzen und Abgr\u00fcnde hinweg die H\u00e4nde reichen und uns gemeinsam an die Arbeit machen f\u00fcr ein \u00dcberleben auf diesem Planeten.<\/p>\n<p>Es gibt viel zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg in Europa. Wir waren der festen \u00dcberzeugung, dass die Einschr\u00e4nkungen durch die nicht enden wollende Pandemie und die gleichzeitig immer sp\u00fcrbarer werdende Klimakrise genug Belastungen mit sich bringen, genug Schaden und Leid anrichten. 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