Mund“schutz“ selbst genäht

Inzwischen sind ja bereits viele eifrig am Nähen, weil immer deutlicher wird: Selbst der nicht-medizinische Mund“schutz“ verringert die Infektionsketten. Dabei geht es weniger darum, sich selber zu schützen, sondern eher darum, den allgemeinen „Tröpfchenaustausch“ durch die Luft zu verringern. Eine Mundbedeckung setzt also auch ein Zeichen und zeigt Solidarität mit gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Einweg-Mundbedeckungen aus Apotheken bewirken einen Müllberg, auf den wir alle gut verzichten können, also lieber ran an die Nähmaschine. Waschbare Mundbedeckungen sind zudem ja auch viel individueller!

Der Mundschutz, den ich hier empfehlen möchte, ist etwas aufwändiger zu nähen, hat aber die Qualität, dass er zwischen Stoff und Mund einen Hohlraum schafft. Dadurch feuchtet der Stoff nicht so schnell durch die Atemluft an. Er ist angenehmer zu tragen. Die Schnittmuster stammen von Sylvia Jeschka, die Anleitung von Annette Ratayczak, die sie im Internet veröffentlicht hat. Ich reiche sie weiter als empfehlenswert. Aber nicht vergessen. Die Stoffe, die ihr verwendet, müssen bei 60 Grad waschbar sein.

Hier die Nähanleitung. Noch ein Tipp von mir: Die Nahtzugaben wirklich knapp lassen, sonst wird der Mundschutz zu klein.

Die Mundbedeckung ist kein wirklicher Schutz gegen Ansteckung!

Kurzanleitung von Annette Ratayczak

Es sind nur sechs Nähte und Gummi (2×24 cm) erforderlich. Das Schnittmuster für den Mund- und Nasenschutz für Anfänger.

Teil A: Einsatz wie eingezeichnet auf linke Stoffseite nähen. Dann a und b zusammennähen, sowie c und d zusammennähen. Teil B: Auch hier a und b zusammennähen, dann c und d zusammennähen. Teile zusammensetzen, stecken, rundherum mit Zickzackstich zusammensetzen. Gummi anbringen und fertig.

Mundschutz Kurzanleitung von Annette Ratayczak
Mundschutz Teil A und B
Mundschutz Teil D